Dienstag, 27. November 2007

Straßenschlachten in Paris


"An der Pariser Peripherie breitet sich eine neue Gewaltwelle aus, die an Heftigkeit die Ereignisse vor zwei Jahren noch weit übertrifft: Die zweite Nacht in Folge brannten in der Nacht auf Dienstag Autos und Gebäude. Aufgebrachte Jugendliche lieferten der Polizei Straßenschlachten. Das Ausmaß der Gewalt überraschte viele. Allein in der vergangenen Nacht wurden mehr Polizisten verletzt als bei den wochenlangen Unruhen vor zwei Jahren. Die Randalierer griffen auch zu Schusswaffen."
So titelt der ORF am 27.11.2007 die Probleme in und um Paris.

Was ist eure Meinung zu diesem Thema?

LG

Euer

J. Huber
Lampi08 - 27. Nov, 20:57

echt heftig...

Es ist wirklich schrecklich, was man da aktuell in den Nachrichten mitbekommt. Unvorstellbar, dass Menschen eine solche Wut aufeinander haben, sich so zu bekriegen und so aufeinander loszugehen.
Man stelle sich nur vor, wenn so etwas in Österreich passieren würde. Jugendliche stecken Schulen, Kindergärten, Autos in Brand und attackieren Polizisten und Feuerwehrmänner.
Soviel kann die österreichische Politik dann ja doch nicht falsch machen... Ich hab zumindest noch nie etwas derart Schlimmes aus dem Inland mibekommen.
Was denkt ihr? Warum funktioniert das in Frankreich nicht?? Das Denken der Menschen wird dort nicht viel anders sein als hier, aber warum artet das Handeln dann so aus?

Lg. LiLa

HeidiN - 28. Nov, 19:22

Ich weiß die genauen Hintergründe nicht. Aber ich glaube das die Jugendlichen so verzweifelt sind und keine Zukunft vor Augen haben und sie wollen das die Regierung etwas daran ändert. Es ist schlimm, dass die Jugendliche nur durch Randalieren Aufmerksamkeit bekommen und nur durch Gewaltakte gegen Polizisten sich Gehör verschaffen können. Das ist Zeichen genug um zu sehen das etwas schief läuft. Das Problem kann nicht von Heute auf Morgen aus der Welt geschafft werden aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung wenn die Jugendlichen auch ohne Gewalt ihre Probleme an die Regierung näher bringen könnten.
lg Heidi

Kathi233 - 29. Nov, 22:07

Ich weiß nicht ob es wirklich direkt was mit Verzweiflung zu tun hat, aber wenn nicht, was könnte noch der Anlass solcher Gewaltausartungen sein?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen in Frankreich und zahlreichen anderen Ländern sooo viel verzweifelter sind, als wir Österreicher. Wie kommt das?

Stimmt Lisa, soviel kann unsere Politik ja wohl nicht falsch machen! :D

Ad Heidi: Hättest du einen Vorschlag wie die Jugendlichen ihre Probleme an die Regierung näher bringen könnten?

Wie funktioniert das eigentlich genau bei uns?
Warum funktioniert es bei uns, nicht aber in Frankreich usw.?

Mlg, Kathi

karin.geirhofer - 30. Nov, 10:43

Gründe

Die Anschläge kommen nicht von heute auf morgen sondern dauern schon über Jahre hinweg an.

Wenn man in Frankreich als Kind eines Immigranten aufwächst, hat man es - im Vergleich zu den "richtigen" (also: weißen und christlichen) Franzosen - unendlich viel schwerer, auch nur einen halbwegs vernünftigen Job zu bekommen. Von geregelter Arbeit ganz zu schweigen.

Was die Leute frustriert sind natürlich an der Basis erst einmal die miserablen Zustände in den Vierteln und die hohe Arbeitslosigkeit. Verschärft wird das Ganze aber aktuell durch die schon jahrelang andauernde Diskriminierung im eigenen Land.

Ihr zufolge fehlt in den Problemvierteln vor allem eins: Menschen (Sozialarbeiter...), die dafür Sorgen, dass die Jugendlichen ZU WORT kommen. In Frankreich kehrt man das Ghetto-Problem lieber unter den Teppich und ignoriert die Immigranten-Kids. Das rächt sich nun, denn wer seinen Frust nicht äussern kann und das Gefühl hat, ernst genommen und verstanden zu werden - der wird zwangsläufig irgendwann einmal aggressiv.
lg Karin

Carola_21 - 19. Dez, 20:48

Ghetto-Bildung

ich finde gerade in einem EU-Mitgliedstaat, vor allem Frankreich, sollte es nicht zu einer Ghetto-Bildung kommen lassen.
Nicht nur dass die Menschen dort unter der Armutsgrenze leben müssen, ihnen wird wahrscheinlich auch keine Chance auf ein besseres Leben angeboten. Und das finde ich echt traurig, es sitzen soviele "schlaue Köpfe" in der Regierung, da wird es doch möglich sein ein paar Problemlösungen an den Tag zu bringen.
Vor allem sollte sich Sarkozy sich mehr solche Angelegenheiten kümmern als um irgendwelche Supermodels.
Julia.Forsthofer - 4. Dez, 18:12

unglaublich

ich finde es einfach schlimm, dass sich die Jugendlichen in Frankreich nur durch Gewalt helfen können. ´
Gewalt ist doch keine Lösung.
Ich verstehn warum die Politker nichts aus den damaligen Krawallen gelernt hat. Ich denke wenn sie damals auf die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen eingegangen wären, gäbe es jetzt nicht schon wieder solche Ausschreitungen.

maria.hauer - 13. Dez, 16:55

das die anschläge schon so lange dauern ist eigentlich das schlimmste, das wird nie ein ende haben. wahrscheinlich stehen schon die kinder der damaligen anschläge auf der straße!
die politiker gehören mal wach gerüttelt!

das ist doch nicht normal!
Silvia_Stelzeneder - 22. Jan, 18:40

Ich schließe mich an die Meinungen der anderen an!

Es wird einfach immer viel zu lange weggesehen, wenn noch zeit zum Handeln bleibt. Aber wenn es zu spät ist sind dann immer die Bürger, in dem Fall die Jugendlichen, Schuld!!

Aber es hängt bestimmt auch von den Eltern ab, ob die Kinder nun zufrieden oder nicht sind. Ich weiß nicht wie die Familienverhältnisse in Frankreich sind, aber Eltern haben die Aufgabe ihre Kinder zu erziehen, egal aus welchen Familienverhältnissen sie kommen.

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